Schwergewicht auf Kurs

Die H&S Bravery meistert anspruchsvollen Rotor-Transport nach Langon.
In der Welt der Spezialtransporte sind es oft die Projekte abseits der alltäglichen Routen, die das Know-how und die Leistungsfähigkeit eines Logistikunternehmens besonders unterstreichen. Kürzlich stellte die HSW Logistics GmbH dies eindrucksvoll unter Beweis: Der Transport eines übergroßen Rotors von Le Havre in Frankreich bis in den anspruchsvollen Hafen von Langon erforderte nicht nur Millimeterarbeit, sondern auch ein Schiff, das für solche Herausforderungen gebaut ist – unsere H&S Bravery.

Ein Gigant geht auf Reisen
Das Herzstück des Projekts war ein Rotor mit beeindruckenden Spezifikationen: Eine Länge von 20,20 Metern, eine Breite von 2,70 Metern und eine Höhe von 2,50 Metern brachten stolze 270 Tonnen auf die Waage. Solche Dimensionen erfordern nicht nur spezielle Transportfähigkeiten, sondern auch eine minutiöse Planung jedes einzelnen Schrittes.

Verladung des Rotors in die H&S Bravery.

Die Herausforderung: Nadelöhr Langon
Der Löschhafen in Langon ist in der Branche bekannt als ein äußerst restriktiver Anlaufpunkt, weil die logistischen Hürden hier besonders hoch sind:

  • Restriktiver Löschhafen: Präzise Planung ist unerlässlich. Der Hafen erlaubt einen maximalen Tiefgang von lediglich 2,50 Metern.
  • Limitierte Durchfahrtshöhe: Eine zusätzliche Herausforderung stellt die maximale Brückendurchfahrtshöhe von nur 7,50 Metern dar.

Diese Bedingungen verlangen nach einer Transportlösung, die höchste Flexibilität und Präzision vereint.

Genau hier konnte unsere H&S Bravery ihre Stärken voll ausspielen. Dieses Projekt unterstreicht erneut die Ausnahmestellung des Schiffs, das speziell für Nischenverkehre und anspruchsvolle Transportaufgaben konzipiert wurde.

Was die H&S Bravery auszeichnet:

  • Spezialdesign: Ihr Aufbau ist optimiert für den Transport von übergroßen und schweren Komponenten, selbst unter schwierigsten Hafenbedingungen.
  • Hohe Tragfähigkeit: Sie ist darauf ausgelegt, schwergewichtige Ladungen und Maschinenteile sicher und effizient zu laden, zu transportieren und zu löschen.
  • Maximale Flexibilität: Die Robustheit eines Seeschiffes kombiniert mit der Agilität eines Binnenschiffes, was es zur idealen Wahl für komplexe Aufträge macht.

Kompetenz, die bewegt
Der erfolgreiche Transport dieses Spezialrotors von Le Havre nach Langon ist ein Beleg für die Expertise der HSW Logistics GmbH im Schwerlastsegment. Er zeigt, wie durch den Einsatz spezialisierter Schiffe und die sorgfältige Planung aller Logistikprozesse auch anspruchsvolle Transportaufgaben für unsere Kunden zuverlässig und effizient gelöst werden.

HSW Logistics GmbH, als erfolgreiches Joint Venture zwischen Haeger & Schmidt Logistics und Wilson, ist Ihr zuverlässiger Partner für herausfordernde Logistikprojekte im Short Sea Bereich. Mit unseren maßgeschneiderten Lösungen und unserer vielseitigen Flotte bringen wir auch Ihre anspruchsvollsten Güter sicher ans Ziel.

Bildquelle: Haeger & Schmidt Logistics

Editorial

Deutschland hat gewählt. Mit dem Ergebnis verbinden sich viele Erwartungen: auf wirtschaftliche Impulse, Investitionen in Infrastruktur, neue Energie- und Industriepolitik – und auf eine Phase der Zuversicht nach Jahren der Unsicherheit.

Diese Aufbruchsstimmung wirkt auch auf unsere Branche – ein Ruck geht durch die Logistik!

Als HSL-Gruppe unter dem Dach der Felbermayr Holding sind wir in Europa breit aufgestellt – mit klarer Spezialisierung, starker Infrastruktur und einem erfahrenen Team. Wir nutzen diesen Rückenwind, um die Transformation aktiv zu gestalten.

Denn die Welt ist in Bewegung: Globale Warenströme verlagern sich, geopolitische Spannungen wirken direkt in unsere Lieferketten hinein. Der Trend zu stärkeren Importmengen in vielen Segmenten zeigt: Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit sind heute zentrale Erfolgsfaktoren in der Logistik.

Die Gespräche auf der Breakbulk Europe in Rotterdam haben es einmal mehr bestätigt: Gefragt sind verlässliche Partner mit echten Lösungen.

Die transport logistic in München bietet uns die nächste Gelegenheit für einen Austausch mit unseren Kunden und Partnern – gemeinsam gestalten wir die Logistik von morgen! 

Sie finden die Experten der HSL-Gruppe in Halle B4, Stand 203.

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß mit der aktuellen Ausgabe des Insight.

Ihr

Heiko Brückner

CEO Haeger & Schmidt Logistics Gruppe

Bildquelle: Bettina Engel-Albustin

Nachhaltigkeit

In der Logistikbranche ist Nachhaltigkeit heute weit mehr als nur ein Schlagwort – sie ist die treibende Kraft für Innovation und unverzichtbar für zukunftsfähiges Wirtschaften. Bei Haeger & Schmidt Logistics erkennen wir nicht nur die Bedeutung umweltfreundlicher Praktiken zur CO2-Reduktion, sondern nutzen sie auch zur Steigerung der Effizienz, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit unserer Logistiklösungen. Wir übernehmen Verantwortung und integrieren innovative, nachhaltige Technologien systematisch in unsere operativen Prozesse.

Eigenstrom durch Photovoltaik: Erfolg am Verwaltungsstandort 
Ein greifbares Beispiel für unser Engagement ist die Installation einer 100 kWp starken Photovoltaikanlage auf dem Dach unseres Verwaltungsgebäudes. Bereits im ersten Jahr konnten wir unseren externen Strombezug um rund 45 % reduzieren. Diese Einsparungen erlaubten Investitionen in umfangreiche Klimaanlagen für unsere Büroräume und legten die Basis für die weitere Elektrifizierung unserer Fahrzeugflotte.

Großprojekt Terminal Duisburg: Ausbau der Eigenstromproduktion
Aufbauend auf diesem Erfolg errichten wir derzeit eine Photovoltaikanlage mit 1 Megawatt-Peak am Terminal Duisburg. Diese Anlage soll unsere Eigenstromversorgung für energieintensive Umschlagsaktivitäten, wie Kranbetrieb und Beleuchtung, erheblich erhöhen und unsere Unabhängigkeit von externen Energiequellen weiter stärken.

Alternative Kraftstoffe: Erfolgreiche Anwendung von HVO in Andernach
An unserem Standort Andernach setzen wir bereits erfolgreich HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) für den Betrieb der Reachstacker und in ersten Test-LKW-Transporten ein. HVO verbessert deutlich die CO2-Bilanz gegenüber herkömmlichem Diesel deutlich und kann ohne technische Anpassungen verwendet werden. Dies ermöglicht schnelle und wirksame Emissionsreduktionen in unserem bestehenden Fuhrpark.

Erstes Binnenschiff im Test mit HVO: Die Alfa Menta
Ein weiterer Meilenstein unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist der Einsatz von HVO auf der Alfa Menta, unserem ersten Schiff im Testbetrieb mit diesem alternativen Kraftstoff. Das Schiff verkehrt derzeit entlang des Rheins zwischen Rotterdam und Basel und kann durch das auffällige Banner („We reduce up to 90% CO2 using HVO100 diesel!“) leicht erkannt werden. Ziel dieses Tests ist es, langfristig nachhaltige Alternativen für unsere Containertransporte zu etablieren und die Praxistauglichkeit von HVO im täglichen Einsatz zu überprüfen.

Unser Schiff Alfa Menta im Einsatz

Elektromobilität in der Praxis: Positives Zwischenfazit 
Seit über einem Jahr setzen wir am Standort Andernach erfolgreich einen vollelektrischen LKW ein. Trotz anfänglicher planerischer Herausforderungen hinsichtlich Reichweitenmanagement und Ladezeiten beweist sich der E-LKW als ebenso zuverlässig wie konventionelle Fahrzeuge. Diese Erfahrungen bestätigen das Potenzial der Elektromobilität im schweren Güterverkehr unter bestimmten Bedingungen und unterstützen unsere Strategie zur weiteren Elektrifizierung der Flotte.

Unser E-LKW im Einsatz an unserem Standort in Duisburg.

 Ganzheitliche Strategie für nachhaltige Logistikketten 
Alle genannten Maßnahmen sind integraler Bestandteil unserer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie. Unser Ziel ist es, unseren Kunden vollständig nachhaltige End-to-End-Transportlösungen zu bieten – von der Eigenstromproduktion über alternative Kraftstoffe bis hin zu elektrischen Transportlösungen. Bei Haeger & Schmidt Logistics glauben wir fest daran, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen und wir arbeiten stetig daran, unsere Dienstleistungen noch umweltfreundlicher und zukunftsfähiger zu gestalten.

Bildquelle: Haeger & Schmidt Logistics

Messe

In der heutigen Geschäftswelt ist der direkte Kundenkontakt von entscheidender Bedeutung. Er ermöglicht Unternehmen, die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden genau zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Persönlicher Austausch stärkt das Vertrauen und fördert langfristige Kundenbindungen, was zu nachhaltiger Kundenzufriedenheit und Loyalität beiträgt. In der Logistikbranche, in der komplexe und spezifische Anforderungen Alltag sind, ist der direkte Dialog für Haeger & Schmidt Logistics unverzichtbar. Er ermöglicht uns, die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden genau zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Persönlicher Austausch stärkt das Vertrauen und fördert langfristige Beziehungen, was zu nachhaltiger Zufriedenheit und Verbundenheit beiträgt. 

Ein Beispiel in diesem für die Wichtigkeit Jahr war unsere Präsenz auf der SITL 2025 in Paris. Haeger & Schmidt Logistics war dort durch Evelyne Hum und Valerie Wiedemann vertreten. Die Messe bot eine wertvolle Plattform für den Austausch mit Partnern aus Schifffahrt, Schienengüterverkehr und Industrie. Im Fokus standen multimodale Transportlösungen, der Ausbau des Bahnverkehrs, nachhaltige Logistikkonzepte sowie aktuelle Herausforderungen wie die Hafenüberlastung. Besonders wichtig war auch der Dialog über neue Entwicklungen in Ostfrankreich und die Hinterlandanbindung über Rhein- und Nordseehäfen. Die Teilnahme hat erneut gezeigt: Persönliche Begegnungen schaffen Vertrauen und bilden die Basis für langfristige Partnerschaften in der Logistikbranche. 

Ein weiteres Beispiel für die Wichtigkeit dieses persönlichen Austauschs war unsere Teilnahme an der diesjährigen Breakbulk Rotterdam. Die Messe erwies sich für uns als großer Erfolg. Wir konnten bestehende Kundenbeziehungen intensivieren, zahlreiche neue Kontakte knüpfen und wertvolle Einblicke in die aktuellen Trends und Entwicklungen der Branche gewinnen.

Die Veranstaltung hat erneut verdeutlicht, wie wertvoll der persönliche Austausch vor Ort ist, um Kunden und Partnern unsere neuesten Dienstleistungen und Innovationen zu präsentieren und unmittelbares Feedback zu erhalten.

Nach diesem erfolgreichen Auftakt blicken wir bereits erwartungsvoll auf das nächste große Event: die Transport Logistic in München. Diese Messe zählt zu den führenden internationalen Veranstaltungen für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management und bietet uns die perfekte Gelegenheit, unsere Präsenz weiter auszubauen und unsere Kompetenzen einem breiten Fachpublikum zu präsentieren.

Wir laden Sie herzlich ein, uns auf der Transport Logistic in München zu besuchen. Nutzen Sie diese hervorragende Gelegenheit, persönlich mit unseren Experten ins Gespräch zu kommen und mehr über unsere maßgeschneiderten Logistiklösungen zu erfahren. Sie finden uns in Halle B4, Stand 203.

Gemeinsam können wir die Weichen für eine erfolgreiche und nachhaltige Zukunft der Logistik stellen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bildquelle: Haeger & Schmidt Logistics

Kreative Lösungen

Kreative Logistiklösungen auf dem Wasserweg
Brückentransporte stellen oft besondere logistische Herausforderungen dar, insbesondere dann, wenn sich kurzfristig Gegebenheiten auf der normalen, genehmigten Route ändern. Ein aktueller Auftrag machte dies erneut deutlich: Eigentlich sollten zwei jeweils 27 Meter lange Brückenteile von Spelle, einem Produktionsstandort nahe der niederländischen Grenze, auf der Straße bis zu einem Binnenhafen am Dortmund-Ems-Kanal gefahren werden, um dort per Binnenschiff weiter nach Andernach transportiert zu werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatten wir ähnliche Transporte erfolgreich durchgeführt, als direkte Straßentransporte zu verschiedenen Baustellen aufgrund von Routenbeschränkungen nicht möglich waren. So entstanden flexible Lösungen über alternative Häfen und den Einsatz spezieller Binnenschiffe.

Doch diesmal kam es anders: Nur drei Wochen vor dem geplanten Termin musste die ursprünglich geplante Route kurzfristig verworfen werden – mehrere Brücken und Baustellen entlang der Strecke waren für den Schwertransport aufgrund von Ablastungen der Bauwerke nicht (mehr) passierbar. Die bis dahin erteilte Genehmigung wurde überraschend zurückgezogen. Damit fiel nicht nur der vorgesehene Binnenhafen für die Schiffsverladung weg, auch das bereits gebuchte Schiff konnte die neue Alternativlösung nicht umsetzen – zu groß waren seine Abmessungen, um die nun angedachte Ladestelle im niederländischen Grenzgebiet anzulaufen.

Das Schiff MS Navare auf dem Weg zur Ladestelle.

Die neue Herausforderung: Der kleinere Binnenhafen Coevorden auf niederländischer Seite wurde kurzfristig als Alternative bestimmt, doch die dortigen Restriktionen erlaubten nur Schiffe mit maximal 65 Metern Länge und 6,60 Metern Breite. Das ursprünglich gebuchte Schiff mit seinen 80 Metern Länge war dafür deutlich zu groß und es musste eine andere Lösung gefunden werden.

Innerhalb kurzer Zeit entwickelte unser Team eine alternative Lösung: Statt des Einsatzes zweier kleiner Schiffe, welche technisch einfacher umzusetzen gewesen wären, wurde mit dem Binnenschiff MS „Navare“ ein passendes Schiff gefunden, das trotz kompakter Maße eine hohe Punktbelastung verkraften kann. Mithilfe von Baggermatten wurden die beiden Brückenteile sicher gestapelt und so positioniert, dass eine optimale Gewichtsverteilung gewährleistet war. Mit einer Gesamtlast von 306 Tonnen, verteilt auf vier Auflagepunkte, konnte der Transport problemlos durchgeführt werden. 

Das beladen der Baggermatten und der Blick von der Brücke des Kapitäns.

Dank dieser individuellen Lösung konnten die Brückenteile zuverlässig, sicher und vor allem termingerecht per Mobilkran am Bestimmungsort Andernach vom Schiff auf LKW verladen werden.

Dies unterstreicht erneut unseren Anspruch: Auch wo andere an Grenzen stoßen, bemühen wir uns intensiv darum, eine tragfähige Lösung zu entwickeln – flexibel, zuverlässig und sicher bis zur finalen Destination. Wir setzen alles daran, für die logistischen Herausforderungen unserer Kundschaft stets den bestmöglichen Weg zu finden.

Bildquelle: Haeger & Schmidt Logistics

Track & Trace

Können Sie mir sagen, wo sich mein Container aktuell befindet?
„Eine Frage, die wir oft und regelmäßig im Tagesgeschäft hören“, berichtet Felix Zocher, Leitung Vertrieb Intermodal.

In einer zunehmend digitalen und global vernetzten Welt sind Informationen über Zeitpunkte, Ereignisse und Prozesszustände entscheidend für die Qualität von Lieferketten. Ein Timestamp, also ein Zeitstempel, dient dazu, den exakten Zeitpunkt eines bestimmten Vorgangs zu dokumentieren – zum Beispiel das Eintreffen einer Lieferung oder das Absenden einer Sendung. Der Timestamp sorgt dafür, dass jede Aktion eindeutig zugeordnet und in ihrer zeitlichen Abfolge verstanden werden kann. So entsteht ein präzises Bild darüber, wann was passiert ist – was insbesondere für die Auswertung und Optimierung von Prozessen von enormer Bedeutung ist.

Doch Zeit allein reicht nicht. Ebenso wichtig ist das Verständnis darüber, was überhaupt passiert ist. Hier kommen sogenannte Events ins Spiel. Ein Event beschreibt das konkrete Ereignis – etwa, dass ein Container das Terminal verlassen oder auf einen LKW verladen wurde.

Die Übertragung der Tourenplanung findet zukünftig papierlos statt.

Erst durch die Kombination von Timestamp und Event ergibt sich ein vollständiger Datensatz, der nicht nur den Zeitpunkt, sondern auch den Inhalt eines Vorgangs beschreibt.

Haeger & Schmidt Logistics bietet seinen Kunden künftig vollständige Rückverfolgbarkeit für den Transport ihrer Container von und zu den Seehäfen – sei es entlang einer Lieferkette oder in einem internen Ablauf.
„Track“ steht dabei für die Möglichkeit, den aktuellen Standort oder Status eines Objekts in Echtzeit zu verfolgen, während „Trace“ die Historie dokumentiert – also aufzeigt, wo es sich zuvor befunden hat. Gerade in der Logistik ist dies essenziell, um Lieferzeiten zu überwachen, Verluste zu vermeiden oder bei Abweichungen gezielt eingreifen zu können.

„Transparenz und Übersicht entlang der gesamten Transportkette sind für unsere Kunden unverzichtbar“, sagt Felix Zocher. „Wir sorgen mit unserem Netzwerk und IT-Backbone für die notwendige Infrastruktur.“

All diese Informationen bündeln sich in dem, was Haeger & Schmidt Logistics ausmacht: Visibilität – getragen von Erfahrung, gestaltet durch Innovation und geschaffen für echte Partnerschaft.

Durch den transparenten und umfassenden Einblick in alle relevanten Prozesse der intermodalen Hinterland Verkehre kann HSL gemeinsam mit dem Kunden schnell auf Veränderungen reagieren, Risiken frühzeitig erkennen und optimale Entscheidungen treffen. Haeger & Schmidt Logistics liefert damit – in Zeiten gestörter Lieferketten, überlasteter Häfen und Straßen – ab sofort einen echten Kundenmehrwert.

Ein wichtiger Meilenstein war der Rollout der Tablets für den Nahverkehr an unserem Standort in Andernach. Zukünftig wird die Kommunikation zwischen Disponenten und Fahrern deutlich effizienter gestaltet und transportbezogene Daten direkt in das TMS von Haeger & Schmidt Logistics gemeldet. Der Einsatz von E-CMR leistet darüber hinaus einen wichtigen Nachhaltigkeitsbeitrag, da ein ausgedruckter Frachtbrief überflüssig wird.

Schon gewusst?
Seit Januar 2025 bietet Haeger & Schmidt Logistics eine mobile 24/7-Überwachung von temperaturempfindlicher Ladung an Bord von sechs Schiffen der Liniendienste an. Die neue Technologie ermöglicht eine automatische Fernkontrolle von Temperatur, Feuchtigkeit, Stromversorgung und anderen Parametern für einen sicheren Kühltransport. Die Schiffskapitäne werden bei Abweichungen sofort benachrichtigt, woraufhin während der Reise eine manuelle Inspektion des betroffenen Kühlschranks eingeleitet wird. Ein Kontrollzentrum an Land kann die Ermittlungen unterstützen, da der Alarm auch dort auf den Monitoren angezeigt wird.

Bildquelle: Haeger & Schmidt Logistics

Polens Energiezukunft

Zum 25-jährigen Jubiläum stellt Best Logistics seine Expertise beim komplexen Kraftwerksprojekt Rybnik unter Beweis.

Polens Energiezukunft wird maßgeblich durch das neue 882-MW-Gas- und Dampfkraftwerk Rybnik geprägt, das vier ältere Kohleblöcke ersetzen wird. Entscheidend an der Realisierung beteiligt: Best Logistics Sp. z o.o. Das Unternehmen meistert 2025 nicht nur dieses Schlüsselprojekt, sondern feiert auch sein 25-jähriges Bestehen.

Das Rybnik-Projekt: Logistische Präzision im Großformat
Für das Rybnik-Projekt entwickelte Best Logistics das Kernlogistikkonzept. Ein speziell vorbereitetes Umschlagterminal in Kędzierzyn-Koźle, ausgestattet mit einem Felbermayr LR1600 Raupenkran, diente als Dreh- und Angelpunkt. Von September 2024 bis Mai 2025 managte Best Logistics die Umschläge im Hafen Stettin, die Binnenschifftransporte von Stettin und Hamburg sowie die termingerechte Anlieferung der Schlüsselelemente. Darunter befanden sich auch eine 387 Tonnen schwere Turbine und zwei Generatoren (380 und 317 Tonnen). Deren sichere Entladung und präzise Positionierung auf den Fundamenten im Kraftwerk Rybnik ist ein Beleg für die exzellente Ingenieursleistung und stellt die nahtlose Kooperation innerhalb der Felbermayr Gruppe und deren spezialisierten Transport- und Hebetechnik-Abteilungen unter Beweis. Die Detailplanungen für dieses Großprojekt begannen bereits Anfang 2024; die Fertigstellung des Kraftwerks ist für Dezember 2026 vorgesehen.

Verladung einer Turbine mit einem LR1600 Kran in Kędzierzyn-Koźle

25 Jahre Best Logistics: Wachstum und Partnerschaft
Diese Leistungsfähigkeit wurzelt in einer 25-jährigen Entwicklung. Am 12. April 2000 wurde Best Logistics in Stettin auf Initiative von Andreas Häfner gegründet, mit Haeger & Schmidt Logistics als Gründungsgesellschafter. 2007 trat Felbermayr als weiterer starker Partner in den Gesellschafterkreis ein. Diese bewährte Allianz bildet bis heute das solide Fundament des Unternehmens.

v.l.n.r.: Agnieszka Szulecka, Alicja Waszczyk, Monika Foryś, Andreas Häfner, Wojciech Gos, Michał Zdunek, Piotr Bossy

Das Team wuchs von einem Mitarbeiter im Gründungsjahr auf eine stabile Größe von acht Experten. Parallel dazu erweiterte sich das Leistungsspektrum: von anfänglichen Exporttransporten von Generatoren und Turbinen hin zu komplexen Importprojekten inklusive Fundamentsetzungen und Einbringungen, insbesondere für polnische Kraftwerke und Chemieanlagen.

Andreas Häfner leitete das Unternehmen seit der Gründung 24 Jahre lang erfolgreich als CEO. Im März 2024 übergab er die Führung an Peter Stöttinger (Vorstandsvorsitzender) und Monika Foryś (Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin, seit 2006 im Unternehmen).

Bildquelle: Haeger & Schmidt Logistics

Jahrhundertprojekt

Der Bau des neuen Rheindükers ist ein Jahrhundertprojekt, das die sichere Abwasserentsorgung für die wachsende Kölner Bevölkerung langfristig gewährleistet. Im Mai dieses Jahres starteten die umfangreichen Tunnelbauarbeiten mit dem Rohrvortrieb unter dem Rhein zwischen den Stadtteilen Köln-Stammheim und Köln-Niehl. Die neuen, deutlich größeren Dükerrohre ermöglichen eine wesentlich höhere Durchflussmenge, die den gestiegenen Anforderungen einer modernen Metropole gerecht wird. Bis zu 6.000 Liter Abwasser pro Sekunde werden künftig sicher und effizient zum Großklärwerk in Köln-Stammheim geleitet. Die Arbeiten an den Baugruben und der Rohrvortrieb sollen voraussichtlich im Herbst 2026 abgeschlossen sein, die vollständige Inbetriebnahme des neuen Dükers durch die StEB Köln ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

Beim Schwertransport der Betonrohre werden für jeden LKW vier Begleitfahrzeuge benötigt.

Die logistische Herausforderung, insgesamt 234 Vortriebsrohre der beeindruckenden Dimension DN3200 – mit einem Außendurchmesser von 4,00 m, einer Baulänge von 4,16 m und einem Einzelgewicht von jeweils 47 Tonnen – sicher zu transportieren, übernehmen wir gemeinsam mit unserer Division iCargoSolutions und unserem Partner Felbermayr Deutschland für unseren Kunden, die Berding Beton GmbH in Dormagen. Die Anlieferung der Rohre erfolgt nachts direkt ins Rohrlager an der Baustelle in Köln, wobei die Rohre parallel zur Lieferphase bereits verbaut werden.

Infobox: Tunnelbau mittels Rohrvortrieb – so funktioniert’s
Wurde der alte Rheindüker vor 95 Jahren noch oberirdisch gebaut und anschließend auf den Rheinboden abgesenkt, kommt heute modernste Tunnelbautechnik zum Einsatz: der sogenannte Rohrvortrieb. Ausgangspunkt der Tunnelbohrung ist ein Startschacht in unmittelbarer Nähe des Großklärwerks in Köln-Stammheim. Von dort aus gräbt sich die Vortriebsmaschine – ausgestattet mit einem vier Meter großen Bohrkopf – in einer Tiefe von etwa 15 bis 25 Metern unter der Rheinsohle hindurch bis zum Zielschacht in Köln-Niehl. Dabei werden die Dükerrohre nach und nach hinter der Maschine eingeschoben. Sobald der Zielschacht erreicht ist, wird die Bohrmaschine geborgen. Insgesamt entstehen auf diese Weise zwei parallel verlaufende Rohrstränge mit einem Abstand von jeweils fünf Metern. Der Zielschacht liegt in Köln-Niehl, am Standort des bestehenden Dükeroberhaupts. Dort laufen bereits heute sämtliche linksrheinischen Abwasserrohre zusammen, von wo aus das Abwasser künftig durch den neuen Rheindüker zum Großklärwerk Stammheim geleitet wird.

Bildquelle: Haeger & Schmidt Logistics

Quellesteb-koeln.de/rheindueker